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Wie kann ich die Prep-Zeit im Restaurant reduzieren?

Wenn der Wecker um 5 Uhr klingelt

Dunkel draußen. Kalt. Der Wecker reißt dich aus dem Schlaf.

5 Uhr morgens. Und das seit Jahren.

Du bist nicht der Einzige. In Fine-Dining-Restaurants in Kitzbühel, Lech oder Innsbruck sieht der Alltag so aus: Früh rein. Schneiden, Schälen, Reduzieren. Stundenlang Vorbereitung, bevor der erste Gast überhaupt ans Reservieren denkt.

Die Frage ist: Muss das wirklich sein?

Die Antwort lautet nein. Nicht mehr. Nicht mit den richtigen Strategien. Nicht mit einem System, das Prep-Zeit eliminiert, ohne die Qualität zu gefährden.

Dieser Artikel zeigt dir die fünf größten Zeitfresser in der Restaurant-Vorbereitung. Er rechnet vor, wie viel Zeit du wirklich sparst. Und er beweist: Du kannst um 9 Uhr starten statt um 6 Uhr. Der Service bleibt derselbe. Die Qualität auch.

Nur dein Leben wird besser.

Die brutale Wahrheit über Prep-Zeit im Restaurant

Sprechen wir über Zahlen. Unangenehme Zahlen.

In einem typischen Fine-Dining-Restaurant mit 40 bis 60 Couverts pro Abend arbeitet ein Küchenchef durchschnittlich 12 bis 14 Stunden täglich. Davon entfallen 4 bis 6 Stunden auf reine Vorbereitungsarbeit.

Das sind 25 bis 30 Stunden pro Woche nur für Prep. Schneiden, Schälen, Reduzieren, Vorbereiten. Arbeit, die der Gast nie sieht. Arbeit, die nicht auf dem Teller ankommt.

Die FORBA-Studie im Auftrag der Arbeiterkammer Wien bestätigt: Köche in Österreich gehören zu den Berufsgruppen mit besonders hoher Arbeitsbelastung. Überlange Arbeitszeiten und unregelmäßige Schichten sind die Norm, nicht die Ausnahme.

Quelle: FORBA/AK Wien, Arbeitsbedingungen im Hotel- und Gastgewerbe 2023

Aber hier ist die unbequeme Frage: Wie viel dieser Zeit ist wirklich nötig? Wie viel ist Tradition? Wie viel ist Gewohnheit? Und wie viel lässt sich eliminieren, ohne dass die Qualität leidet?

Die 5 größten Zeitfresser in der Restaurant-Vorbereitung

Jetzt wird es konkret. Diese fünf Tätigkeiten verschlingen in den meisten Fine-Dining-Küchen die meiste Prep-Zeit.

Zeitfresser 1: Fonds und Grundsaucen reduzieren

Eine klassische Demi-Glace braucht drei Tage. Tag 1 für das Rösten und erste Auskochen. Tag 2 für die Reduktion. Tag 3 für die Verfeinerung.

Das sind nicht drei Tage reiner Arbeitszeit. Aber es sind drei Tage, in denen jemand da sein muss. Überwachen, Abschöpfen, Kontrollieren.

Die typische Arbeitszeit für eine 10-Liter-Charge Demi-Glace: 8 bis 12 Stunden reine Arbeitszeit über drei Tage verteilt.

Systine löst das mit der Sauce Demi-Glace und dem Kalbs-Grand-Jus. Beide sind servierfertig aus der Tiroler Manufaktur. Kräftiger Geschmack, perfekte Konsistenz, null Stunden Reduktionszeit.

Zeitfresser 2: Sous-vide-Garen von Proteinen

Sous-vide ist Perfektion. Aber es braucht Zeit. Ein Kalbstafelspitz bei 58 °C über 36 Stunden. Eine Entenbrust bei 56 °C über 3 Stunden. Die Garzeit ist passiv, aber jemand muss starten, überwachen, stoppen.

Die typische Arbeitszeit: 30 bis 45 Minuten pro Charge (Vorbereitung, Vakuumieren, Wasserbad starten, Temperatur prüfen, Entnehmen). Bei fünf verschiedenen Proteinen täglich summiert sich das auf 2,5 bis 4 Stunden nur für Sous-vide-Handling.

Systine liefert Proteine bereits sous-vide gegart: Die Entenbrust kommt zart und saftig. Der Kalbstafelspitz ist butterweich vorgegart. Das Schweinefilet Tournedos ist portioniert und perfekt. Du finalisierst nur noch.

Zeitfresser 3: Gemüse putzen und schneiden

Karotten schälen. Sellerie putzen. Zwiebeln würfeln. Kräuter zupfen. Das sind die Basics, die niemand sieht, aber alle Stunden kosten. Die typische Arbeitszeit für Gemüse-Prep bei 50 Couverts: 1,5 bis 2,5 Stunden täglich. Bei Contemporary Restaurants mit wechselnden Gemüse-Komponenten oft noch mehr.

Die Karotten von Systine sind servierfertig mit gleichmäßiger Garung. Kein Schälen. Kein Schneiden. Nur erwärmen.

Zeitfresser 4: Beilagen vorbereiten

Polenta kochen und rühren. Risotto ständig umrühren. Knödel formen. Spätzle schaben. Das sind Tätigkeiten, die Aufmerksamkeit verlangen. Die typische Arbeitszeit für Beilagen-Prep: 1 bis 2 Stunden täglich, je nach Speisekarte.

Die Rahmpolenta und der Basmatireis von Systine sind servierfertig. Die Semmelknödel kommen roh und müssen nur noch gegart werden.

Zeitfresser 5: Suppen-Basen herstellen

Eine klare Rindsuppe braucht 6 bis 8 Stunden Kochzeit. Eine gute Cremesuppe 1,5 bis 2 Stunden mit ständigem Rühren und Passieren. Die typische Arbeitszeit: 2 bis 3 Stunden pro Suppensorte, davon 45 bis 90 Minuten aktive Arbeitszeit.

Die Klare Rindsuppe von Systine ist servierfertig mit kräftigem Geschmack. Ebenso die Kürbiscremesuppe oder die Pilzcremesuppe. Erwärmen, abschmecken, garnieren. Fertig.

Die Zeitersparnis-Kalkulation: So viel gewinnst du wirklich

Jetzt rechnen wir. Ehrlich. Ohne Beschönigung.

Szenario: Fine-Dining-Restaurant mit 50 Couverts

Ausgangslage ist ein typischer Service-Tag. Du bereitest alles selbst vor. Fonds, Proteine, Gemüse, Beilagen, Suppen.

Tätigkeitsbereich Eigenproduktion Mit Fertigkomponenten Ersparnis
Fonds/Saucen reduzieren 90 Min. 10 Min. (Finish) 80 Min.
Sous-vide-Handling 45 Min. 5 Min. (Finalisierung) 40 Min.
Gemüse putzen/schneiden 120 Min. 15 Min. (Ergänzungen) 105 Min.
Beilagen vorbereiten 90 Min. 20 Min. (Erwärmen) 70 Min.
Suppen-Basen kochen 90 Min. 10 Min. (Abschmecken) 80 Min.
Gesamt täglich 435 Min. (7,25 Std.) 60 Min. (1 Std.) 375 Min. (6,25 Std.)

Quelle: Eigene Darstellung basierend auf Praxiswerten

Das sind über 6 Stunden Zeitersparnis pro Tag. Pro Woche summiert sich das auf 37 Stunden. Fast eine komplette Arbeitswoche.

Was diese Zeit bedeutet

Rechnen wir mit einem durchschnittlichen Brutto-Stundenlohn von 18 Euro für einen Jungkoch oder Commis.

6,25 Stunden täglich × 18 Euro = 112,50 Euro Personalkosten-Ersparnis pro Tag.

Bei 6 Service-Tagen pro Woche sind das 675 Euro pro Woche. Im Monat 2.700 Euro. Im Jahr 32.400 Euro.

Aber hier ist der Punkt, den viele übersehen: Diese Ersparnis musst du nicht als Kostensenkung nutzen. Du kannst sie als Qualitätsgewinn investieren. Mehr Zeit für Präsentation. Mehr Zeit für neue Rezepturen. Mehr Zeit für das, was beim Gast wirklich ankommt.

Von 6 Uhr auf 9 Uhr: Wie der Tag neu beginnt

Jetzt wird es persönlich. Denn hier geht es nicht um Kosten. Es geht um Lebensqualität.

Der alte Tagesablauf beginnt um 5:00 Uhr mit dem Wecker. Um 5:45 Uhr startet die Küche. Ab 6:00 Uhr bis 8:00 Uhr: Gemüse putzen, schneiden, blanchieren. Von 8:00 bis 10:00 Uhr: Fonds kontrollieren, Saucen reduzieren, abschmecken. Von 10:00 bis 11:30 Uhr: Beilagen vorbereiten, Suppen finalisieren. Um 12:00 Uhr beginnt der Mittagsservice. Um 15:00 Uhr folgt die Pause – wenn Zeit bleibt. Um 17:00 Uhr beginnt die Vorbereitung für den Abendservice. Von 18:00 bis 22:30 Uhr läuft der Abendservice. Um 23:00 Uhr wird die Küche aufgeräumt.

Das sind 17,5 Stunden vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Die meisten Köche kennen das. Viele halten es nicht mehr aus.

Der neue Tagesablauf

Um 8:00 Uhr klingelt der Wecker. Um 8:45 Uhr startet die Küche mit einem entspannten Beginn. Ab 9:00 Uhr: Fertige Komponenten erwärmen, Qualität prüfen. Von 9:30 bis 10:30 Uhr: Frische Komponenten vorbereiten – Salate, Kräuter, Garnierungen. Von 10:30 bis 11:30 Uhr: Saucen finalisieren, individuell abschmecken. Um 12:00 Uhr beginnt der Mittagsservice. Um 15:00 Uhr folgt eine echte Pause. Um 17:00 Uhr startet die Vorbereitung für den Abendservice. Von 18:00 bis 22:30 Uhr läuft der Abendservice. Um 23:00 Uhr wird die Küche aufgeräumt.

Das sind 14,5 Stunden vom Aufstehen bis zum Schlafengehen. Drei Stunden weniger. Jeden Tag.

Auf die Woche gerechnet sind das 18 Stunden mehr Freizeit. Auf den Monat 72 Stunden. Fast drei komplette Tage. Das ist Zeit für Familie. Für Hobbies. Für Erholung. Für das Leben außerhalb der Küche. Und genau das macht den Beruf wieder attraktiv.

Service-Qualität bleibt unverändert: Der Beweis

Jetzt kommt der kritische Punkt. Die Frage, die jeder Küchenchef stellt: Bleibt die Qualität gleich?

Die Antwort: Ja. Wenn du es richtig machst.

Der Gast schmeckt nicht, ob du die Sauce selbst reduziert hast. Er schmeckt, ob sie gut ist. Er schmeckt nicht, ob du das Gemüse selbst geschnitten hast. Er schmeckt, ob es frisch ist und Biss hat. Er schmeckt nicht, ob die Entenbrust in deinem Wasserbad oder in einer spezialisierten Manufaktur sous-vide gegart wurde. Er schmeckt, ob sie rosa und saftig ist.

Der entscheidende Faktor ist das Finish. Wie du die Komponenten zusammenbringst. Wie du würzt. Wie du anrichtest. Wie du präsentierst. Genau hier investierst du die gewonnene Zeit. Nicht ins Schälen von Karotten. Sondern ins Perfektionieren der Präsentation.

Die Basis-Finish-Strategie erklärt

Das Konzept ist simpel. Du teilst jedes Gericht in zwei Phasen.

Phase 1 ist die Basis. Alles, was zeitintensiv ist und sich vorbereiten lässt: Fonds, Saucen, geschmortes Fleisch, Beilagen-Komponenten. Diese Phase lagerst du aus.

Phase 2 ist das Finish. Alles, was den letzten Schliff gibt: frische Kräuter, finale Würzung, Anbraten, Anrichten. Diese Phase behältst du in der Hand.

Der Gast erlebt nur Phase 2. Aber Phase 2 funktioniert nur, wenn Phase 1 perfekt ist. Systine produziert Phase 1 in der Tiroler Manufaktur in Zams. Handwerklich. IFS-zertifiziert. Von Köchen für Köche. Du übernimmst Phase 2 und machst daraus dein Signature-Gericht.

Praxis-Beispiel: Ein Tagesablauf vorher und nachher

Lass uns konkret werden. Ein typischer Donnerstag in einem Contemporary Restaurant in Innsbruck mit 50 Gästen am Abend.

Vorher: Der klassische Prep-Marathon

5:45 Uhr: Start in der Küche. Erster Kaffee. Besprechung des Tages. Reservationen durchgehen.

6:00 bis 7:30 Uhr: Gemüse-Prep. Karotten schälen und tournieren. Sellerie putzen. Brokkoli in Röschen teilen. Zwiebeln würfeln für drei verschiedene Gerichte.

7:30 bis 9:00 Uhr: Sauce-Arbeit. Die Demi-Glace von gestern auf Konsistenz prüfen, weiter reduzieren. Champignonrahmsauce ansetzen: Pilze putzen, schneiden, anschwitzen, Fond zugeben, köcheln, passieren.

9:00 bis 10:30 Uhr: Protein-Vorbereitung. Entenbrüste parieren, vakuumieren, ins Wasserbad. Kalbsmedaillons portionieren. Rinderfilets zuschneiden.

10:30 bis 12:00 Uhr: Beilagen und Suppen. Polenta ansetzen, ständig rühren. Suppe vom Vortag abschmecken, eventuell passieren, finalisieren.

12:00 bis 14:00 Uhr: Mittagsservice.

14:00 bis 15:00 Uhr: Aufräumen, kurze Pause.

15:00 bis 17:00 Uhr: Abend-Prep vervollständigen. Letzte Handgriffe. Mise en place kontrollieren. Saucen nochmals abschmecken.

17:00 bis 18:00 Uhr: Team-Briefing, letzte Vorbereitungen.

18:00 bis 22:30 Uhr: Abendservice.

22:30 bis 23:30 Uhr: Küche aufräumen, Vorbereitung für morgen.

23:30 Uhr: Feierabend.

Das sind 17,5 Stunden. Von denen 6 bis 7 Stunden reine Prep-Arbeit sind.

Nachher: Der fokussierte Arbeitstag

8:45 Uhr: Start in der Küche. Entspanntes Ankommen. Kaffee. Tages-Briefing.

9:00 bis 9:45 Uhr: Komponenten-Check. Fertige Saucen erwärmen. Sous-vide-Proteine aus der Lieferung prüfen. Beilagen vorbereiten zum Erwärmen.

9:45 bis 11:00 Uhr: Frische Prep. Salate waschen. Kräuter zupfen. Garnierungen vorbereiten. Amuse-Bouche-Komponenten finalisieren.

11:00 bis 12:00 Uhr: Individualisierung. Saucen final abschmecken. Eigene Note hinzufügen: frischer Thymian, ein Schuss Portwein, kalte Butter montieren.

12:00 bis 14:00 Uhr: Mittagsservice.

14:00 bis 15:30 Uhr: Echte Pause.

15:30 bis 17:00 Uhr: Abend-Prep. Letzte Handgriffe. Mise en place komplettieren. Teller-Komposition mental durchgehen.

17:00 bis 18:00 Uhr: Team-Briefing.

18:00 bis 22:30 Uhr: Abendservice.

22:30 bis 23:30 Uhr: Küche aufräumen.

23:30 Uhr: Feierabend.

Das sind 14,5 Stunden. Die Prep-Zeit ist auf 2 bis 2,5 Stunden geschrumpft. Der Fokus liegt auf Individualisierung und Finish.

Der Unterschied in Zahlen

Vergleichspunkt Vorher Nachher Gewinn
Start-Zeit 5:45 Uhr 8:45 Uhr 3 Stunden später
Reine Prep-Zeit 6 bis 7 Std. 2 bis 2,5 Std. 4 Stunden weniger
Zeit für Kreativität 30 Min. 90 Min. 3x mehr
Gesamtarbeitszeit 17,5 Std. 14,5 Std. 3 Stunden kürzer

Quelle: Eigene Darstellung

Der Service bleibt gleich. Die Qualität auch. Aber dein Leben verbessert sich messbar.

Mise en place ohne Zeitfresser: Die 4-Säulen-Strategie

Wie organisierst du die neue Prep-Phase? Mit System.

Säule 1: Vorgefertigte Basen nutzen. Alles, was lange Garzeiten oder ständige Überwachung braucht, kommt fertig. Saucen wie die Champignonrahmsauce oder der Cognac-Jus. Proteine wie die sous-vide gegarte Hühnerbrust Supreme. Suppen-Basen wie die Tomatencremesuppe.

Säule 2: Frische Komponenten selbst machen. Salate, Kräuter, frische Garnierungen, Amuse-Bouche. Alles, was Frische ausmacht und schnell geht, bleibt in deiner Hand.

Säule 3: Individualisierung als Signature. Die fertigen Basen werden zu deinen Gerichten. Ein Schuss Portwein in die Demi-Glace. Frischer Rosmarin in den Jus. Sahne und Parmesan in die Pilzsauce. Das dauert Minuten, nicht Stunden. Aber es macht den Unterschied.

Säule 4: Timing neu denken. Nicht mehr um 6 Uhr anfangen, weil „das schon immer so war“. Sondern um 9 Uhr starten, weil die Basen bereits stehen.

Wie du Jobs in der Gastronomie attraktiver machst

Hier kommen wir zum eigentlichen Punkt. Denn Prep-Zeit zu reduzieren ist nicht nur eine Effizienz-Frage. Es ist eine Überlebensfrage.

69 Prozent der Unternehmen in Gastronomie und Hotellerie spüren den Arbeitskräftemangel. Das ist der höchste Wert aller Branchen in Österreich.

Quelle: WKO Arbeitskräfteradar 2025

Der Grund ist klar: Die Arbeitsbedingungen. Lange Arbeitszeiten. Geteilte Dienste. Wenig Freizeit. Hohe körperliche Belastung. Wer heute einen guten Koch sucht, findet ihn nicht. Wer einen guten Koch hat, muss ihn halten.

Die neue Generation denkt anders. Work-Life-Balance ist kein Luxus. Es ist eine Grunderwartung. Ein Job, der um 9 Uhr startet statt um 6 Uhr, ist attraktiver. Ein Job, bei dem du kreativ arbeiten kannst statt stundenlang Zwiebeln zu würfeln, ist attraktiver. Ein Job, bei dem du um 23:30 Uhr zuhause bist statt um 1 Uhr, ist attraktiver.

Du konkurrierst nicht nur mit anderen Restaurants um Talente. Du konkurrierst mit jedem anderen Beruf, der geregeltere Arbeitszeiten bietet. Stell dir vor, du schreibst in deine Stellenanzeige: „Start um 9 Uhr. Fokus auf Kreativität und Finish statt Basis-Prep. Mise-en-place-Komponenten aus Tiroler Manufaktur. Mehr Zeit für das, was wirklich zählt.“ Die Sache ist: Prep-Zeit zu reduzieren ist kein Qualitätsverlust. Es ist ein Qualitätsgewinn. Für die Gerichte und für das Leben deines Teams.

Die 3 häufigsten Einwände (und warum sie nicht stimmen)

Einwand 1: „Das ist doch nicht mehr selbst gemacht“

Stimmt. Und das ist auch gut so. Die Frage ist nicht, ob du alles selbst machst. Die Frage ist, wo du deine Energie investierst. In Stunden des Zwiebelschneidens? Oder in die Perfektion am Teller? Eine handwerklich produzierte Sauce aus der Systine-Manufaktur ist näher an Eigenproduktion als an Industrieware. Sie wird von Köchen entwickelt. Sie nutzt regionale Zutaten. Sie verzichtet auf Tricks. Der Unterschied? Du sparst die Zeit. Das Ergebnis bleibt.

Einwand 2: „Meine Gäste merken das“

Tun sie nicht. Wirklich nicht. Mach den Test. Serviere zwei Wochen mit fertigen Komponenten. Frag dann deine Stammgäste: „Ist Ihnen etwas aufgefallen?“ Die Antwort wird sein: Nein. Außer vielleicht: „Die Gerichte waren konstanter als sonst.“ Was Gäste merken, ist das Finish. Die Präsentation. Die Temperatur. Die Würzung. Nicht die Herkunft der Basis.

Einwand 3: „Das können wir uns nicht leisten“

Die Rechnung haben wir gemacht. 6,25 Stunden Zeitersparnis täglich entsprechen 112,50 Euro Personalkosten. Die fertige Komponente kostet mehr als die Rohware. Aber sie kostet weniger als Rohware plus Arbeitszeit. Und das ist nur die direkte Kalkulation. Die indirekten Effekte sind noch wertvoller: Weniger Krankheitstage durch Überlastung. Weniger Fluktuation. Höhere Mitarbeiterzufriedenheit. Das kannst du dir nicht leisten? Die Wahrheit ist: Du kannst es dir nicht leisten, es nicht zu tun.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann ich die Vorbereitungszeit im Fine Dining wirklich sparen?

Der Schlüssel liegt in der Basis-Finish-Strategie. Lagere zeitintensive Grundkomponenten aus: Fonds, reduzierte Saucen, sous-vide-gegarte Proteine, Beilagen-Basen. Diese Komponenten kosten Stunden in der Eigenproduktion, aber null Zeit, wenn du sie fertig beziehst. Das Finish behältst du in der Hand: Saucen individuell abschmecken, Proteine finalisieren, Teller anrichten. So sparst du 4 bis 6 Stunden täglich, ohne dass die Qualität leidet. Die gewonnene Zeit investierst du in Kreativität und Präsentation.

Ist es möglich, schneller zu kochen und später im Restaurant zu starten?

Ja, und zwar messbar. Mit vorproduzierten Mise-en-place-Komponenten reduziert sich die Prep-Zeit von 6 bis 7 Stunden auf 1 bis 2 Stunden. Das ermöglicht einen Start um 9 Uhr statt um 6 Uhr. Der Service um 18 Uhr bleibt unverändert. Du gewinnst drei Stunden am Morgen, ohne den Abendservice zu gefährden. Das funktioniert durch smarte Planung: Fertige Basen erwärmen statt stundenlang reduzieren. Frische Komponenten fokussiert vorbereiten. Individualisierung statt Grundlagenarbeit.

Was sind die größten Mise-en-place-Zeitfresser im Restaurant?

Fünf Bereiche verschlingen die meiste Zeit: Erstens Fonds und Grundsaucen reduzieren (8 bis 12 Stunden über mehrere Tage). Zweitens Sous-vide-Handling von Proteinen (30 bis 45 Minuten pro Charge). Drittens Gemüse putzen und schneiden (1,5 bis 2,5 Stunden täglich). Viertens Beilagen vorbereiten wie Polenta oder Risotto (1 bis 2 Stunden). Fünftens Suppen-Basen herstellen (2 bis 3 Stunden pro Sorte). Zusammen sind das 6 bis 7 Stunden reine Prep-Zeit. Genau hier liegt das größte Einsparpotenzial.

Bleibt die Qualität gleich, wenn ich Prep-Zeit im Restaurant reduziere?

Ja, wenn die Basis stimmt. Der Gast schmeckt das Ergebnis auf dem Teller, nicht den Herstellungsprozess. Entscheidend sind drei Faktoren: die Qualität der verwendeten Komponenten (handwerklich statt industriell), das individuelle Finish (Abschmecken, Verfeinern, Anrichten) und die Präsentation. Wenn du hochwertige Mise-en-place-Komponenten aus Manufaktur-Produktion verwendest und das Finish in der Hand behältst, ist das Ergebnis identisch mit Eigenproduktion. Oft sogar konstanter, weil Fehlerquellen eliminiert sind.

Die Entscheidung, die alles verändert

Prep-Zeit zu reduzieren ist keine Abkürzung. Es ist eine strategische Entscheidung.

Du entscheidest, wo du deine Energie investierst. In Stunden des Grundlagen-Kochens? Oder in die Momente, die beim Gast ankommen? Du entscheidest, wie dein Tag beginnt. Um 5 Uhr im Dunkeln? Oder um 8 Uhr mit Tageslicht? Du entscheidest, ob dein Job attraktiv bleibt. Für dich. Für dein Team. Für die jungen Talente, die du suchst.

Die Qualität auf dem Teller bleibt dieselbe. Der Service bleibt derselbe. Deine Gäste merken nichts. Außer vielleicht, dass die Gerichte konstanter sind als früher.

Was ändert sich? Dein Leben. Zum Besseren.

Die Frage ist nicht mehr: Geht das? Die Frage ist: Wann fängst du an?

Du willst wissen, wie fertige Mise-en-place-Komponenten deine Prep-Zeit halbieren können? Dann schau dir an, was Systine für Fine-Dining und Contemporary Restaurants in Tirol und Vorarlberg bereithält. Schreib an beratung@systine.at oder ruf an: +43 5442 6999 680.